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Via Nova - Glaube, Legenden & Mythen

Alle Informationen zur Geschichte des Hl. Wolfgangs sowie über Unterkünfte und Infrastruktur der Wolfgangsee Gemeinden für den neuen Pilgerweg "Via Nova".

Die Wallfahrt zu den Wirkungsstätten des Hl. Wolfgangs

Gesicherte Quellen berichten über Wolfgang, Bischof von Regensburg, der um das Jahr 976 in der Bergwildnis am Falkenstein einige Zeit als Einsiedler zubrachte, um den Streitigkeiten zwischen Herzog Heinrich und dem Kaiserhaus zu entgehen.

Wolfgang erbaute der Legende nach mit eigenen Händen die erste Kirche am Abersee und wurde so zum Gründer und Namensgeber eines der bedeutendsten Pilgerorte des christlichen
Abendlandes.

Die steinernen Naturheiligtümer aus heidnischer Vorzeit entlang der uralten Pilger-Route wurden in die christliche Glaubenswelt übernommen und mit üppigen Legenden umrankt. Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Wallfahrer herbei, um die geheimnisvollen Kultstätten zu bestaunen, oft in der Hoffnung auf Milderung ihrer Gebrechen oder gar auf ein Wunder.

Heute sprudelt noch immer die vom Heiligen am Falkenstein geschlagene Quelle mit dem Heilwasser gegen Augenkrankheiten. Am „fallenden Berg“, einem Felsen, in dem Wolfgang die Abdrücke seines Hauptes und seiner Hände hinterließ, erhofften sich die
Pilger Heilung von Kopfschmerzen. Der „Durchkriechstein“ und die Wunschglocke in der Falkensteinkirche hatten für die Gläubigen seit eh und je eine magische Anziehungskraft..

Die Verehrung des Hl. Wolfgang erreichte im 14. und 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt.
Zu dieser Zeit nahmen jährlich Tausende und Abertausende Menschen den beschwerlichen Weg auf sich, um schließlich am Ziel ihrer Reise vor dem alles überstrahlenden Pacheraltar und in der mystischen Wolfgangkapelle für ihr seelisches und körperliches Heil zu beten.

Durch den Pilgerstrom kam der Marktflecken am Nordufer des Wolfgangsees zu ansehnlichem Wohlstand. Denn schon im Mittelalter sorgte man sich umsichtig aber auch geschäftstüchtig um die willkommenen Gäste. Unterkunft und Verpflegung erhielten sie bei den Benediktiner Mönchen im Pilgerhaus, Votivgaben, religiöse Andenken und das Wolfgangiflascherl wurden im Lebzelterhaus feilgeboten.

Nach dem Niedergang der Wallfahrt unter Josef II., dem Verblühen der Sommerfrische und dem Aufschwung des Massentourismus gewinnt die Wallfahrt als moderne Suche nach dem
Sinn des Lebens wieder an Bedeutung.

So ist es nicht verwunderlich, dass auf den alten Spuren bald ein neuer europäischer Pilgerweg mit dem bezeichnenden Namen „Via Nova“ vom Bayerischen Metten nach St. Wolfgang am Wolfgangsee viele Menschen auf die Wanderschaft zu sich selbst in Bewegung setzen wird.

Der Hauch von übersinnlicher, gläubiger Mystik wird auf diesem Weg auch für die heutigen Wallfahrer weiter spürbar bleiben.

FZ 20.03.05
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Wichtige Info-Links:

Anfrageformular

Hotels/Unterkünfte

Wolfgangsee Infrastruktur

Homepage Via Nova

Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft

Au 140, 5360 St. Wolfgang
Tel.: +43 (0)6138 8003
Fax: +43 (0)6138 8003-81

e-Mail: info@wolfgangsee.at
Web: http://www.wolfgangsee.at

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